ALPINA:
Autos mit unverwechselbarer Identität
Wer glaubt im Zeitalter der auto-mobilen Massenfertigung gäbe es keine Manufakturen die Autos herstellen, der irrt. In Buchlohe, vor den Toren Münchens arbeitet die Automanufaktur ALPINA, die Autos für automobile Gourmets baut und das sogar höchst profitabel.
Die 1965 gegründete ALPINA Burkard Bovensiepen KG, ist Hersteller exklusiver Automobile auf der Basis von BMW Konzepten und seit 1983 vom Kraftfahrtbundesamt in Flensburg offiziell als Automobilhersteller registriert. Produziert werden Fahrzeuge in der Preisklasse zwischen 48 000,- und 130 000,- Euro. „ALPINA baut Autos so, wie 3 Sterne-Köche kochen“, sagt Firmenchef Burkard Bovensiepen.
„ALPINA Käufer sind anspruchsvoll und kenntnisreich, sie schätzen die Verbindung von Luxus, Komfort, Umweltverträglichkeit und Höchstleistung. Eines der Geheimnisse des Erfolges von ALPINA sind diese ausgewählten Kunden, die – mit einem Faible für Spitzentechnologie und mit Ihrem ausgeprägten Unterscheidungsvermögen zwischen Sein und Schein – nachhaltige Impulse geben, Automobile zu entwickeln, die zu den besten der Welt gehören“, ergänzt der Autobauer.
Eine weitere Ursache für den beständigen Erfolg der Marke ALPINA ist die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit BMW. Hier findet sich in der geistigen und emotionalen Verbindung eines Großserienherstellers mit einer handwerklich, aber auch hoch-technologisch arbeitenden Automobilmanufaktur eine kongruente Art des Denkens, durch die in gemeinsamer Anstrengung edelste Produkte geschaffen werden.
Burkard Bovensiepen, Sohn von Dr. Rudolf Bovensiepen, dem Gründer der ALPINA Büromaschinen-Werke, startet seine Aktivitäten mit der Entwicklung einer Weber-Doppelvergaseranlage für den 1961 vorgestellten neuen BMW 1500. Sein Unternehmen ist eine Familiengesellschaft die nach wie vor von der Inspiration des Geschäftsführenden Gesellschafters lebt. Die Generation der Söhne Andreas Bovensiepen und Florian Bovensiepen ist im Unternehmen für Einkauf und Verkauf verantwortlich. Mit 160 Mitarbeitern machte das Unternehmen im Jahr 2001 einen Umsatz von 55 Millionen Euro, 8 Millionen davon mit Wein, dem zweiten Bein, das der Automobilmanufaktur im laufe der Jahre gewachsen ist.
Wer Spitzenautos baut weist gerne Rennerfolge nach. Bereits seit 1968 war ALPINA im Tourenwagen-Rennsport engagiert mit beispiellosem Erfolg. Die Piloten Derek Bell, Harald Ertl, James Hunt, Jacky Ickx, Niki Lauda, Brian Muir und Hans Stuck standen zwischen 1968 und 1973 auf der Gehaltsliste von ALPINA. 1970 gewann man den Tourenwagen-Europapokal, die 24-Stunden von Spa-Francorchamps sowie sämtliche deutschen Meisterschaften – Rund-strecken-, Berg- und Rallyemeisterschaft. Dem schlossen sich zahlreiche Siege in den folgenden Jahren an, bis man sich Ende 1988 aus Kapazitätsgründen vom Rennsport verabschiedete.
Auch beim Einsatz modernster Technologien hat ALPINA immer die Nase vorn. Ein Novum gab es 1981. Damals veranstaltete auto motor und sport den Shell-Kilometermarathon, einen Benzinsparwettbewerb. Der Sieger: ein BMW 318i ALPINA . Er gewann den Wettbewerb mit einem Verbrauch von 2,672 Litern pro 100 Kilometer.
1985 stellte ALPINA die gesamte Modellpalette auf Motoren mit Metallkatalysatorträgern von EMITEC um die erst Jahre später auch bei anderen High-Tech-Fahrzeugen eingesetzt wurden.
Bereits 1978 hatte ALPINA drei komplette Fahrzeug-Eigenentwicklungen vorgestellt. Eine neuen Ära begann 1999: Mit dem BMW ALPINA D10 BITURBO präsentiert e ALPINA erstmals ein Dieselautomobil – die leistungsfähigste Diesellimousine der Welt.
Heute werden in Buchlohe ca. 850 Fahrzeuge im Jahr produziert vom BMW ALPINA B3, auf der Basis BMW 3er-Reihe bis zum BMW ALPINA ROADSTER V8, auf der Basis des BMW Z8.
JEM