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HIPP Babykost:
Die Verantwortung steht an erster Stelle
Wenn Claus Hipp,
Gesellschafter des Babynahrungsherstellers HIPP aus dem bayerischen
Pfaffenhofen, über seinen Betrieb und sich spricht, wird eines immer wieder
deutlich, Verantwortung für die Umwelt, für seine Produkte und natürlich
gegenüber den Eltern und Kindern, die sie verwenden.
Wie ernst Hipp diese Verantwortung nimmt, zeigte der Skandal um das
Pflanzenschutzmittel Nitrofen. Hipp hatte in seinen Labors bereits vor dem
öffentlichen Bekannt werden giftiges Nitrofen in einer Lieferung
Öko-Putenfleisch entdeckt, die Lieferung gesperrt und seinen Lieferanten und
Öko-Erzeugerverband davon unterrichtet.
Claus Hipp: „Die Entscheidung für die Ökologie fiel bereits vor rund 45 Jahren,
als wir begannen, uns mit dem biologischen Landbau zu beschäftigen. Damit
stellten wir die Weichen für eine Verpflichtung auf Zeit: Wir übernahmen
Verantwortung für den Schutz der Umwelt, eine Verantwortung, die konsequent
durchzuführen nur langfristig möglich ist. Auf dem eigenen Bauernhof erprobten
wir zunächst den Anbau auf natur belassenem Boden ohne Einsatz von Chemikalien.
Damit stellten wir uns gegen die Zeichen der Zeit: Denn mit künstlichen
Hilfsmitteln brachte es die Landwirtschaft zu immer höheren Erträgen."
Auch bei der Rohstoffversorgung begann Hipp sich von der Idee der intensiven
Landwirtschaft abzuwenden. Rohstoffe nach den Prinzipien des ökologischen Anbaus
einzukaufen, bedeutete aber zuerst einmal harte Überzeugungsarbeit. Mit dem
Öko-Gedanken bei den Landwirten Gehör zu finden kostete Zeit und Mühe. Nach und
nach gelang es, die Landwirte von dieser Philosophie zu überzeugen. Inzwischen
sind rund 1000 Landwirte in verschiedenen Ländern an der Erzeugung von Bio-Obst
und- Gemüse beteiligt. Über 80 Prozent der Rohstoffe stammen heute aus dem
ökologischen Landbau. Damit ist HIPP weltweit der größte Verarbeiter
organisch-biologisch angebauter Produkte. Das verwendete Rind-, Schweine- und
Geflügelfleisch stammt ausschließlich aus Bio-Erzeugung. Auf Bio-Höfen werden
die Tiere in offenen Weiden gehalten und nehmen rein pflanzliche Nahrung zu
sich. Auch das verwendete Gemüse, Milch und Getreide stammen zu 100 Prozent aus
biologischem Anbau.
Was mit der Verarbeitung ökologischer Rohstoffe begann, zieht sich heute durch
alle Bereiche des Unternehmens. Produktion, Verpackung und Reinigung sind davon
ebenso betroffen wie z.B. Verwaltung oder Abfallverwertung. Eine besondere Rolle
fällt dabei dem Einkauf zu, er überprüft, inwieweit die Lieferanten ebenfalls
ökologisch orientiert sind. Was im Bereich des Landbaus gelungen ist, ist auch
bei anderen Zulieferbetrieben wie z.B. für Reinigungsmittel, Betriebsstoffe oder
Büromaterial möglich. Im Umweltprogramm des Unternehmens ist als Ziel
festgehalten: Einkäufe von Lieferanten die nach der EU-Öko-Audit-Verordnung
zertifiziert sind.
Im Bereich der Produktion zeigten Umweltschutzmaßnahmen rasche Wirkung: Durch
die Einführung der Abfalltrennung werden heute fast 96 Prozent der im
Produktionsprozess entstehenden Abfälle recycelt. Vermeidung und Verwertung
senkte die Restmüllmengen um 68 Prozent. Auch bei der Verpackung wird auf die
Umwelt geachtet. Bei Gläschen wurde das Glasgewicht reduziert bei
Milchfertigbreie konnten 60 Prozent des Verpackungsmaterials eingespart werden.
Einen wichtigen Beitrag in der täglichen Umsetzung des Umweltschutzes leisten
die 800 Mitarbeiter, die in ihren Arbeitsverträgen eine Umweltschutzerklärung
unterschreiben, in der sie sich der ökologischen Unternehmensphilosophie
identifizieren. Der Stellenwert des Umweltschutzes wird dokumentiert durch die
Umweltleitlinien, die Teil der Unternehmenspolitik sind und direkt in die
Verantwortung der Geschäftsleitung fallen. Mit dem Umweltbericht und der
EG-Öko-Audit-Verordnung, die HIPP als erster der europäischen
Lebensmittelbranche bestanden hat, hat das Unternehmen zwei weitere wichtige
Schritte auf dem Weg zum systematischen und kontinuierlichen Umweltmanagement
zurückgelegt.
Mit seiner konsequenten naturnahen Produktion gesunder und reiner Produkte hat
sich das mittelständische Unternehmen, das heute einen Jahresumsatz von 230
Millionen Euro macht, gegen die Konkurrenz der multinationalen Unternehmen zum
Markführer im deutschsprachigen Bereich entwickelt.
JEM |